Logo-Dateiformate erklärt: PNG, SVG, PDF – wann brauchst Du welches?

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    Du hast gerade Dein neues Logo in der Hand – und plötzlich landet eine E-Mail mit fünf verschiedenen Dateien in Deinem Postfach. PNG, SVG, PDF, EPS … und Du fragst Dich: Was soll ich damit? Welcher Dateityp geht jetzt wo rein?

    Keine Sorge. Das ist einfacher als es klingt. Ich erkläre Dir ein für alle Mal, welches Dateiformat wofür gedacht ist – damit Du nie wieder rätselst. Und weil diese Grundregeln für Dateiformate für Bilder und Grafiken aller Art gelten – nicht nur für Logos – bekommst Du hier gleich das komplette Bild.

    Kurz vorab: Vektoren vs. Pixel – der wichtigste Unterschied bei Bildformaten

    Bevor wir zu den einzelnen Formaten kommen, hilft ein kleines Grundprinzip: Es gibt zwei Arten von Grafikdateien.

    Pixelgrafiken – auch Rastergrafiken genannt – (wie PNG, JPG, GIF oder TIFF) bestehen aus einzelnen Bildpunkten, also einem Raster. Wenn Du sie zu groß machst, werden sie unscharf – Du kennst das von zu stark vergrößerten Handyfotos. Die Bildqualität ist also direkt von der Auflösung abhängig.

    Pixeliges Schweinchen

    Vektorgrafiken (wie SVG, PDF, EPS oder AI) funktionieren anders: Sie sind mathematisch berechnet und lassen sich beliebig vergrößern – vom Visitenkarten-Format bis zur Plakatwand – unabhängig von der Auflösung und ohne auch nur einen Pixel Qualität zu verlieren.

    Für Logos gilt: Je mehr Vektorformate, desto besser. Für Fotos und komplexe Bilder sind Pixelformate dagegen die richtige Wahl.

     

    PNG – Dein Allrounder für Bildschirm und Office

    PNG steht für Portable Network Graphics und ist das Bildformat, das Du am häufigsten benutzen wirst. Es ist eine Pixelgrafik mit einem entscheidenden Vorteil: transparentem Hintergrund. Das bedeutet, Dein Markenzeichen schwebt frei – kein weißes Rechteck drumherum. Du kannst es also auf jede Art von Hintergrund und Foto setzen.

    Das Format verwendet eine verlustfreie Komprimierung – beim Komprimieren der Datei geht keine Bildqualität verloren. Das macht es zur richtigen Wahl für Grafiken mit scharfen Kanten, Text und Farbflächen, wo jedes Detail zählt.

    Wann PNG?

    • Website-Header und Footer

    • E-Mail-Signatur

    • Desktopanwendungen wie PowerPoint, Word oder Excel – auf Windows und Mac gleichermaßen die zuverlässigste Wahl, weil andere Formate dort oft nicht korrekt dargestellt werden

    • Canva und ähnliche Online-Tools

    • Social-Media-Posts als Overlay oder Wasserzeichen

    • Profilbilder auf Instagram, LinkedIn oder Facebook

    • Icons und Illustrationen, die Transparenz benötigen

    Wichtig: Das Format immer in einer ausreichend großen Auflösung aufbewahren (mindestens 1000 px Breite). Eine zu kleine Datei siehst Du sofort – sie wirkt pixelig und unprofessionell. Eine kleine Datei brauchst du für dein Browsericon (Favicon) oder Profilbilder.

    Für Fotos ist dieses Bildformat dagegen weniger geeignet, weil die Dateigröße im Vergleich zu JPG deutlich größer ausfällt.

     

    SVG – das Profi-Format fürs Web

    SVG ist ein Vektorformat für den Webbrowser. Das Besondere: Es ist eigentlich eine Text-Datei, die Dein Browser direkt lesen und darstellen kann. Das macht es unglaublich flexibel – und die Dateigröße bleibt dabei klein.

    Wann SVG?

    • Wenn Deine Website von einem Entwickler betreut wird und das Markenzeichen direkt in den Code eingebettet wird

    • Bei selbst gebauten Websites mit WordPress und den meisten anderen CMS, die diesen Dateityp unterstützen

    • Für Logos, Icons und Vektorgrafiken, die auf jedem Bildschirm – vom Handy bis zum 4K-Monitor – gestochen scharf aussehen sollen

    • Für animierte Logos (Vektorgrafiken lassen sich mit CSS animieren)

    Achtung Websitebuilder, wie z.B. Squarespace: Der Standard-Editor akzeptiert dieses Format aktuell nicht über den normalen Bild-Upload. Hier nimmst Du für Dein Markenzeichen die PNG-Version – die sieht in den gängigen Größen auf dem Bildschirm ebenfalls sehr gut aus.

    Und sonst: Das Vektorformat ist für den Webbrowser gemacht – nicht für Office-Programme. In PowerPoint oder Word kann es zu Darstellungsfehlern kommen oder die Datei wird gar nicht akzeptiert. Für Präsentationen und Dokumente nimmst Du daher immer die PNG-Version.

     

    PDF – unverzichtbar für den Druck

    PDF – ausgeschrieben Portable Document Format – kennst Du vermutlich aus dem Büroalltag. Aber für Logos hat es eine besondere Bedeutung: PDF Dateien enthalten meist eine Vektorgrafik und sind damit druckfertig. Das Format stellt sicher, dass Schriften, Farben und Grafiken auf jedem Gerät und in jeder Anwendung exakt gleich aussehen.

    Wann PDF?

    • Visitenkarten, Flyer oder Briefpapier beim Druckhaus einreichen

    • Werbemittel wie Roll-ups, Banner oder Aufkleber drucken zu lassen

    • Überall wo eine Druckerei oder Agentur Dein Markenzeichen braucht

    • Für den Austausch von Dateien mit Dienstleistern, wenn sichergestellt sein muss, dass nichts verrutscht

    PDFs lieben Druckereien, weil sie exakt wissen, was sie bekommen. Kein Qualitätsverlust, keine bösen Überraschungen.

     

    Du fragst dich, was du beachten musst, wenn du deine Designs drucken lassen willst? Dieser Blogartikel könnte für dich interessant sein:

    Farben: Vom Bildschirm zum Papier – Tipps für perfekte Druckergebnisse (für Canva)

     

    TIFF – das Format für hohe Qualität im Druck

    TIFF steht für Tagged Image File Format – und es ist das bevorzugte Bildformat wenn es um hochwertige Bildqualität im professionellen Druck geht. TIFF-Dateien sind verlustfrei, können eine sehr hohe Farbtiefe speichern und eignen sich daher hervorragend für Bilder und Grafiken, die in hoher Qualität gedruckt werden sollen.

    Kurz gesagt: TIF-Dateien sind groß, oder eher riesig, dafür aber ohne jeden Qualitätsverlust – ideal wenn Bildqualität oberste Priorität hat.

    Wann TIFF?

    • Professionelle Fotografie und Bildbearbeitung in Adobe Photoshop

    • Hochwertige Druckvorlagen für Magazin- oder Katalogproduktionen

    • Wenn ein Druckhaus explizit ein verlustfreies Dateiformat in hoher Auflösung fordert

    • Archivierung von Bilddateien in höchster Qualität

    Für den Alltag als Solo-Unternehmer wirst Du TIFF selten brauchen. Aber wenn ein Profi danach fragt, weißt Du jetzt was gemeint ist.

     

    EPS, AI und PSD – die Originaldateien

    EPS, AI und PSD sind Dateiformate aus der Welt professioneller Programme wie Adobe Illustrator und Adobe Photoshop. Du wirst sie im Alltag selten aktiv verwenden, aber sie gehören trotzdem in Deine Ablage. Es ist quasi die Mutter aller Dateiformate, denn mit dieser Datei kann das Logo leicht vom Profi bearbeitet werden.

    AI ist das native Dateiformat von Adobe Illustrator und das gängige Format für Vektorgrafiken. Es lässt sich nur in Illustrator oder wenigen anderen Profi-Programmen vollständig öffnen und bearbeiten. Für Dich als Kunde ist es relevant, wenn Du später mit einem anderen Designer zusammenarbeitest – er kann direkt an der Originaldatei weiterarbeiten.

    EPS ist der universellere Bruder von AI: ebenfalls ein Vektorformat, aber breiter kompatibel mit verschiedenen Programmen und auch älteren Druckerei-Systemen.

    PSD – kurz für Photoshop Document – ist das native Format von Adobe Photoshop. Anders als AI und EPS ist es kein Vektorformat, sondern eine Pixelgrafik mit Ebenen. Für Fotos, Mockups oder komplexe Bildkompositionen ist es das bevorzugte Arbeitsformat.

    Wann EPS, AI oder PSD?

    • Wenn eine Druckerei oder Werbeagentur explizit danach fragt – zum Beispiel für Stickereien auf Arbeitskleidung, Lasergravuren oder Siebdruck

    • Für die Übergabe an andere Designer, die in Adobe Illustrator oder Photoshop arbeiten

    • Wenn Du Werbemittel bei einem Anbieter wie Flyeralarm bestellst und dort ein editierbares Vektorformat gefordert wird

    • PSD: wenn ein Fotograf oder Mediengestalter Bildkompositionen in hoher Qualität liefert

    Für den normalen Alltag brauchst Du diese Dateiformate selten aktiv. Lege sie sicher in einem Ordner „Originaldateien" ab – und rühre sie nur an, wenn jemand danach fragt.

     

    GIF – das Animationsformat mit Grenzen

    GIF steht für Graphics Interchange Format und ist das älteste der gängigen Webformate. Es hat eine besondere Eigenschaft, die es bis heute relevant hält: Das GIF Format unterstützt einfache Animationen. Deshalb sind animierte GIFs in Social Media und Messaging-Apps nach wie vor weit verbreitet.

    Allerdings hat dieses Bildformat eine entscheidende technische Einschränkung: Es unterstützt maximal 256 Farben. Das macht es für Fotos oder farbintensive Grafiken ungeeignet – die Bildqualität leidet sichtbar. Für einfache und kurze Animationen, Icons oder Illustrationen mit begrenzter Farbpalette funktioniert es dagegen gut. GIFs haben übrigens im Gegensatz zu Videos keinen Ton.

     
    Kurzvideo mit einer stilisierten Datei mit der Aufschrift GIF

    Wann GIF?

    • Für einfache Animationen auf der Website oder in Social-Media-Posts

    • Für animierte Icons oder kurze Bewegtbilder ohne Ton

    • Wenn ein Empfänger kein Video abspielen kann, aber Bewegung im Bild gefragt ist

    Für Logos: Dieses Dateiformat ist nicht geeignet. Die Beschränkung auf 256 Farben kann dazu führen, dass Farben Deines Markenzeichens nicht korrekt dargestellt werden. Für Animationen eines Logos sind SVG oder ein Video-Format die bessere Wahl.

     

    JPG – schlecht für Logos, ideal für Fotos

    JPG – ausgeschrieben Joint Photographic Experts Group – ist das klassische Format für Fotos und da macht es seinen Job hervorragend. Es komprimiert Bilddateien sehr effizient, was die Dateigröße deutlich reduziert. Besonders für Bilder im Internet ist das entscheidend: kleinere Dateien laden schneller, das verbessert die Nutzererfahrung und die Ladezeit Deiner Website.

    Für Logos dagegen ist das Format denkbar ungeeignet. Warum? Es gibt keinen transparenten Hintergrund und die Komprimierung erzeugt bei Grafiken mit klaren Kanten und Farbflächen sichtbare Qualitätsverluste. Das Ergebnis: weißes Rechteck und matschige Kanten.

     

    Die Faustregel für Dateiformate und für Bilder:

    JPEG oder PNG? Für Fotos immer JPG. Für Logos und Grafiken immer PNG – oder besser noch ein Vektorformat.

     

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